Simon Zöchbauer

Biografie

Simon Zöchbauer ist als Komponist und Musiker ein Forschergeist. Freidenkend und verspielt, mit der Akribie eines Wissenschaftlers und der Tiefgründigkeit eines Philosophen, vermisst er musikalische Landschaften, gräbt nach Wurzeln und blickt hinter Fassaden, die seine Lebenswirklichkeit ausmachen.

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Seine Leidenschaft für die Trompete entdeckt er Neunjährig, als in New Orleans eine Brass-Band an ihm vorbeimarschiert und damit seinen musikalischen Weg ebnet. Im Laufe der Zeit erschließen sich dem 1988 in Herzogenburg geborenen Musiker eine Bandbreite an musikalischen Spielarten. Die Laufbahn eines Berufsmusikers schlägt er ein, nachdem ihm der 1.Preis mit Auszeichnung des Bundeswettbewerbes Prima La Musica 2003 überreicht wird und ihm die Gewissheit verleiht, eine künstlerische Ausdrucksform gefunden zu haben. Sein Trompetenstudium führt ihn schließlich von der Anton-Bruckner-Universität in Linz die Donau abwärts nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst, an der er sein Konzertfachstudium bis 2015 absolviert. Nebst seiner Beschäftigung mit der klassischen Musik und ihren technischen Möglichkeiten, setzt sich Zöchbauer in der Vergangenheit mit traditioneller Musik und ihrer Übersetzung in die Gegenwart auseinander. Mit seinem mittlerweile international gefeierten Ensemble „Federspiel“, das bereits die etabliertesten Konzertbühnen weltweit bespielt (Goldener Saal des Wiener Musikvereins, Berliner Philharmonie, Hamburger Elbphilharmonie, u.v.m.), gräbt er nach Wurzeln und tieferliegendem Erdreich. In seinem ersten Soloprojekt, mit dem Zöchbauer im März 2019 nun sein Debüt feiert, öffnen sich seine Kompositionen zeitgenössischen und elektronischen Impulsen genauso wie Einflüssen sakraler Musik. Mit der Veröffentlichung des Albums „Achad“ und nicht zuletzt auch durch die Übernahme der Intendanz des Festivals Wellenklänge in Lunz am See seit 2018, kristallisiert sich die Gegenwart immer deutlicher als Brennpunkt seines künstlerischen Schaffens heraus. Zöchbauer’s durchdringende Beschäftigung mit der Musik und ihren schöpferischen Bedingungen eröffnen Spielräume, die sich vom Moment aus gleichermaßen in zeitlich Vergangenes wie Zukünftiges projizieren.

Tonträger

Achad

Simon Zöchbauer: Achad (2019)

Federspiel: CD Live im Wiener Musikverein (2014)

Federspiel: Federspiel (2010)

Federspiel-Wolperting

Federspiel: Wolperting (2018)

Bellver

Ramsch und Rosen: Bellver (2014)

Bergen

Ramsch & Rosen: Bergen (2017)

Federspiel: unerhört BUMM! (2012)

Federspiel Smaragd

Federspiel: Smaragd <br />(2016)

Drachenhaut und Rosenmund (2012)

Anerkennungen

  • Preis der deutschen Schallplattenkritik – Bestenliste 4/2012
  • Gewinn der „Freiburger Leiter“ 2015
  • Ö1 Pasticcio – Preis (2012)
  • 1. Preis bei „Prima la Musica“ (2003)
  • Austrian World Music Audience – Award (2011)
  • Teil des NASOM – Programms (2012/13 mit Federspiel)
  • Startstipendium des Bundeskanzleramtes (2015)
  • Austrian World Music Award (2015)
  • Teil des NASOM – Programms (2016/17 mit Ramsch und Rosen)
  • 1. Preis beim deutschen Folkherbst in Plauen – „Eisener Eversteiner“ (Federspiel)
  • Preis der deutschen Schallplattenkritik 1/2017 für Album „Smaragd“ – Sieger der Bestenlisten „Grenzgänge“ und „Traditionelle und ethische Musik“